Rohstofferkundung

Tonmächtigkeiten

Die Suche und die Abgrenzung von Tonvorkommen ist vor allem für die Steine-und-Erden-Industrie von großer Bedeutung. Da sich Tone aufgrund ihrer hohen Leitfähigkeit von gröberen Sedimenten wie Sand und Kies unterscheiden, ist die Geoelektrik eine geeignete Methode, um Tonvorkommen und ihre Mächtigkeit zu bestimmen.

Beispiel:
Zur Erkundung der Molasse im Alpenvorland wurde die Geoelektrik eingesetzt, um zwischen Tonvorkommen, der Überdeckung und unterlagernden Schichten sowie Sandlinsen unterscheiden zu können.

 

Geoelectric Tomogram

Elektrische Widerstandsverteilung und Schichtmodellierung

Geoelectric Topography

Widerstandswerte dargestellt auf der Geländetopographie


Kiesmächtigkeiten

Geophysikalische Methoden sind effektiv einsetzbare Verfahren zur großflächigen Erkundung von Rohstoffvorkommen, insbesondere ihrer Ausdehnung und Mächtigkeit. Für die Steine- und Erden Industrie hat sich besonders das Verfahren der Geoelektrik bewährt, um die Lagerungsverhältnisse im Untergrund detailliert zu erkunden.

Die Geoelektrik misst den elektrischen Widerstand des Untergrundes. Gut leitende Tone mit niedrigen Widerstandswerten lassen sich von groben schlufffreien Kiesen mit hohen Widerständen unterscheiden. Aus einzelnen elektrischen Sondierungskurven und der Korrelation mit vorhandenen Bohrkerninformationen lässt sich die Tiefenlage von Schichtgrenzen berechnen.

Beispiel:
Zur großflächigen Erkundung von Kiesvorkommen und deren Mächtigkeit wurde die geoelektrische Tiefensondierung eingesetzt. Das zweite Bild verdeutlicht die flächenhafte Ausdehnung der Sedimente mit unterschiedlichen Widerständen in einem Tiefenbereich von ca. 15-20 m. Die hohen Widerstandswerte (grün) im Nordwesten weisen auf das Vorhandensein von Kiesschichten hin, während im Südosten vor allem niedrigere Widerstände (blau-violett) vorliegen. Hier sind vor allem schluffige und tonige Schichten zu erwarten. Als Ergebnis aus der Schichtmodellberechnung ergeben sich drei geoelektrisch relevante Schichten (erstes Bild).

 

Layermodel

Berechnetes Schichtenprofil basierend auf elektrischer Sondierung

GResistancedistribution.jpg

Widerstandsverteilung in einer Tiefe von ca. 15 - 20 m